Stufe 1: Der Einstieg (unter 150 €)
- Dynamisches USB-Mikrofon — dynamisch deshalb, weil es den Raum weniger mitaufnimmt als ein Kondensator-Mikrofon. Einstecken, aufnehmen.
- Geschlossener Kopfhörer — du hörst dich selbst und verhinderst Echos in der Aufnahme.
- Raum: Teppich, Vorhänge, volle Regale. Kostet oft null Euro und bringt am meisten.
Mit dieser Stufe klingen die meisten erfolgreichen Podcasts gestartet — mehr braucht es für Solo-Folgen nicht.
Stufe 2: Fortgeschritten (300–600 €)
- XLR-Mikrofon + Audio-Interface — nötig, sobald mehrere Stimmen im selben Raum aufgenommen werden oder du volle Kontrolle über Pegel und Klang willst.
- Mikrofonarm — hält das Mikrofon nah am Mund (eine Handbreit!) und Tischgeräusche fern.
Stufe 3: Der Video-Podcast
Hier wechselt das Thema von Audio zu Regie — und hier kommt Software ins Spiel:
- Kamera: dein iPhone, auf Augenhöhe, mit Strom.
- Licht: ein weiches Licht schräg von vorn (ab ca. 100 €) macht mehr aus als jede zweite Kamera.
- Aufnahme-Software: Für Gäste-Formate brauchst du getrennte Spuren pro Person — sonst wird der Schnitt zur Qual. Am Mac übernimmt das Ecamm Live Pro: Video und Ton jeder Person als eigene Datei, direkt auf deiner Festplatte, und auf Wunsch gleichzeitig live gestreamt. Die browserbasierte Alternative ist Riverside — der Vergleich steht hier auf der Seite.
Häufige Fragen
Was kostet ein gutes Podcast-Setup?
Einstieg unter 150 €, fortgeschritten 300–600 €, Video-Podcast plus Licht und Software. Teurer wird es erst, wenn du es teurer machen willst.
USB oder XLR?
USB zum Starten, XLR ab mehreren Stimmen im Raum. Der Raum selbst bleibt wichtiger als beide.
Brauche ich Software?
Für Audio-Solo reicht ein Aufnahmeprogramm. Für Video und Gäste: eine Regie-Software mit getrennten Spuren — am Mac ist das Ecamm Live Pro.
Mein Fazit
Kauf dir keinen Warenkorb voller Technik — kauf in Stufen, und lass den Raum die erste Investition sein. Wenn dein Podcast dann Video werden soll, ist die Software wichtiger als die dritte Lampe: getrennte Spuren, verlässliche Aufnahme, ein Workflow ohne Reibung. Genau da verdient Ecamm seinen Platz im Setup.